Marktrallye prägte das dritte Quartal
Der Kryptomarkt erlebte im dritten Quartal eine Phase, in der Kursentwicklung und Sicherheitsrisiken gleichzeitig zunahmen. Bitcoin schloss das Quartal trotz der Renditen von US-Staatsanleihen, die auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren gestiegen waren, mit einem kräftigen Anstieg ab.
Bitcoin legte bis zum Ende des dritten Quartals um 40 % zu und übertraf damit sämtliche großen Anlageklassen. Ein wichtiger Treiber der Aufwärtsbewegung waren Milliarden von Dollar, die Anleger in börsengehandelte Fonds (ETFs) auf BTC und andere Token lenkten.
ETF-Zuflüsse und Bewegung bei Altcoins
Die verfügbaren Daten zeigten, dass einige Altcoins im selben Zeitraum sogar noch stärker stiegen als Bitcoin. Das verstärkte unter Analysten die Einschätzung, dass ein neuer Bullenzyklus begonnen haben könnte.
Sicherheitsvorfälle verursachten 1,26 Milliarden Dollar Schaden
Laut Daten von CertiK wurden im dritten Quartal 247 Sicherheitsvorfälle im Krypto-Ökosystem erfasst. Der Gesamtverlust aus diesen Fällen belief sich auf 1,26 Milliarden Dollar, während sich die seit Jahresbeginn aufgelaufenen Schäden auf 2,68 Milliarden Dollar erhöhten.
September war der schwerste Monat des Jahres 2026
Im September wurden 99 einzelne Vorfälle registriert. Das war die höchste monatliche Zahl seit Februar 2025; die im selben Monat gestohlenen 768,5 Millionen Dollar waren zudem der höchste Monatsverlust des Jahres 2026.
Warum blieb der Einfluss des institutionellen Kapitals begrenzt?
Nach Ansicht von Sondergaard entfalten diese Verluste bislang nur einen begrenzten Effekt im Vergleich zu den Milliarden an Kapital, die über ETFs in den Markt fließen. Der Hauptgrund ist, dass viele institutionelle Anleger über regulierte und vertraute Anlageprodukte in Krypto investieren und sich von DeFi-Protokollen fernhalten.
- Bitcoin zeigte im dritten Quartal eine der stärksten Leistungen unter den wichtigsten Anlageklassen.
- Die Sicherheitslücken setzten den Ruf der Branche dennoch weiter unter Druck.
Die Zahlen zeigen, dass die Sicherheitsprobleme trotz der Kursrallye eine der strukturellen Schwächen der Branche bleiben. CertiK betont ebenfalls, dass die Daten verdeutlichen, wie tief verwurzelt dieses Problem im Krypto-Ökosystem ist.
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