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Todesopfer bei Angriff im Schwarzen Meer

Wolodymyr Selenskyj hat den Angriff auf ein Maisfrachtschiff im Schwarzen Meer scharf verurteilt. Der ukrainische Präsident sagte, bei dem nach seinen Angaben mit zwei Drohnen verübten Angriff sei der Kapitän des Schiffs getötet worden; von einem Seemann habe es zunächst keine Nachricht gegeben. Rumänische Behörden teilten später mit, dass 11 Besatzungsmitglieder gerettet worden seien und zwei Tote bestätigt wurden.

Nach Angaben des rumänischen Innenministeriums ging der Alarm wegen eines Brandes auf dem Handelsschiff gegen 11.00 Uhr Ortszeit ein. Das Ministerium erklärte, der Vorfall habe sich außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer, aber in der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes ereignet, rund 30 Seemeilen südlich des Hafens Sfantu Gheorghe. In der Mitteilung hieß es zudem, dass das Schiff Royad Mammadov später gesunken sei.

Schiffszustand und Rettungsarbeiten

Angaben zu Ladung und Besatzung

Selenskyj sagte, das angegriffene Schiff sei in neutralen Gewässern unterwegs gewesen, habe Mais transportiert und sei in türkischem Besitz gewesen. Die geretteten 11 Besatzungsmitglieder seien Seemänner aus Aserbaidschan und Indien.

  • Schiffsname: Royad Mammadov
  • Ladung: Mais
  • Ort des Vorfalls: vor Sfantu Gheorghe
  • Zahl der Geretteten: 11

Russlands Haltung und Kiews Botschaft

Moskau äußerte sich nicht direkt zu dem Vorfall. Das russische Verteidigungsministerium hatte jedoch zuvor mitgeteilt, zwei Frachtschiffe getroffen zu haben. Selenskyj erklärte, er habe bereits konkrete Vorschläge für sichere Schifffahrtswege im Schwarzen Meer und eine Deeskalation unterbreitet, und forderte die internationale Gemeinschaft auf, mehr Druck auszuüben, um die globale Ernährungssicherheit zu schützen.

Der Angriff ist Teil einer größeren Eskalation

Russland hat in letzter Zeit seine Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur verstärkt und begründet dies mit Kiews Angriffen auf russische Ölraffinerien und Schiffe im Schwarzen Meer. Das russische Verteidigungsministerium teilte am Sonntag nach Selenskyjs Aussagen zu einer Ausweitung der Raffinerieangriffe mit, die landesweiten Angriffe würden intensiviert.

Die Ukraine wiederum sagt, ihre Angriffe auf Energieinfrastruktur zielten darauf ab, die Ressourcen zu schwächen, mit denen die groß angelegte Invasion finanziert wird, die im Februar 2022 begonnen hat. Der russische Präsident Wladimir Putin räumte vergangene Woche ein, dass die ukrainischen Angriffe auf Raffinerien Wirkung zeigten und die russische Wirtschaft rund 1 % koste.

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