Bitcoin nähert sich wichtigen Marken
Bitcoin hielt sich um 83.000 Dollar und testete damit die Untergrenze der Seitwärtsbewegung aus der vergangenen Woche. Während der Verkaufsdruck am Kryptomarkt anhielt, fiel ZEC um 12 Prozent; im Fokus der Anleger stehen nun 82.000 Dollar und darunter die Zone um 80.000 Dollar.
Der Chefmarktanalyst von FxPro, Alex Kuptsikevich, sagte: „Ein erneuter Test der 82.000-Dollar-Marke ist unter den aktuellen Bedingungen zu erwarten.“
Nach Einschätzung des Analysten ist das Niveau von 82.000 Dollar technisch wichtig, weil dort im Mai und Anfang September die Hochs gebildet wurden. Ein dauerhafter Rückgang unter 80.000 Dollar könnte darauf hindeuten, dass der Markt vorerst nicht bereit für eine erneute Aufwärtsbewegung ist. Sollte die aktuelle enge Handelsspanne hingegen mit neuem Kaufimpuls enden, könnten auch Kurse oberhalb von 90.000 Dollar wieder in den Blick rücken.
Anleihe- und Ölmarkt belasten Krypto
Als Haupttreiber des Drucks nannten Marktteilnehmer US-Staatsanleihen und Brent-Öl. Im asiatischen Handel stabilisierte sich die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe nach dem deutlichen Ausverkauf an der US-Sitzung, stieg aber um 1 Basispunkt auf 5,25 Prozent. Die Rendite hatte am Montag den höchsten Stand seit 2007 erreicht.
Diese Faktoren verstärken den Makrodruck
- Höhere Renditen von Staatsanleihen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von Vermögenswerten wie Bitcoin, die keine Erträge abwerfen.
- Der Anstieg von Brent-Öl um mehr als 1 Prozent auf rund 107 Dollar je Barrel hält die Inflationserwartungen hoch.
Der Ölpreisanstieg wurde durch schwindende Hoffnungen auf einen baldigen diplomatischen Durchbruch mit dem Iran verstärkt. Da steigende Energiepreise den Inflationsdruck erhöhen, gewichten Anleger die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen wieder stärker.
Weltweite Risikofreude nimmt ab
Die höheren Ölpreise und die Zinsfantasie beeinflussten auch die Erwartungen an die Geldpolitik der Fed. An den globalen Aktienmärkten gaben die Kurse nach, der MSCI All Country World Index fiel auf den niedrigsten Stand seit dem 18. September.
Auch die Nasdaq-100-Futures verloren 0,3 Prozent, nachdem an der Wall Street Technologiewerte an der Spitze der Verkäufe gestanden hatten. Das zeigt, dass Kryptowährungen kurzfristig nicht nur von eigenen Marktkräften, sondern auch von makroökonomischen Entwicklungen rund um Anleihen, Energie und Geldpolitik bestimmt werden.
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