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Das in Cardiff gestartete Modell erreicht mehr als 200 Schulen

Ein in Cardiff gestartetes kostenloses Tauschsystem zur Entlastung bei den Kosten für Schuluniformen wird heute an mehr als 200 Schulen genutzt. Das Netzwerk, das Jon gegründet hat, nachdem er die Initiative an der Grundschule seines Kindes ins Leben gerufen hatte, hat sich von einer Plastik-Spendenbox vor einem Haus zu einer Online-Plattform entwickelt. Bislang haben 8.000 Kleidungsstücke den Besitzer gewechselt und so die Ausgaben von Familien gesenkt.

Der im März gestarteten Website wird ein Einsparpotenzial von jährlich mehr als 50 Millionen Pfund für Familien allein in Wales zugeschrieben. Über das System können Eltern gut erhaltene, aber zu klein gewordene Schulkleidung kostenlos einstellen; andere Eltern aus derselben Schulgemeinschaft wählen dann die benötigten Teile aus und holen sie vor Ort ab.

Zahlen zeigen, warum die Kosten für Uniformen so viel Aufmerksamkeit bekommen

Laut Angaben der britischen Regierung liegen die durchschnittlichen jährlichen Kosten für eine Schuluniform bei 343 Pfund für Grundschulkinder und bei 442 Pfund für Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe. In Familien mit mehreren Kindern belastet diese Ausgabe das Gesamtbudget entsprechend stärker.

Nach einer Untersuchung von Save the Children und der Baby Bank Alliance macht sich etwa die Hälfte der Eltern Sorgen über die Kosten für Schuluniformen. In Wales gibt es für Familien mit niedrigem Einkommen oder für Kinder in kommunaler Betreuung Hilfen von bis zu 200 Pfund pro Kind; in England soll ab September die Zahl der Uniformteile mit Schullogo begrenzt werden, um die Ausgaben der Familien zu senken.

  • Durchschnittliche jährliche Kosten für Grundschulkinder: 343 Pfund
  • Durchschnittliche jährliche Kosten für Sekundarschüler: 442 Pfund
  • Unterstützung in Wales für berechtigte Familien: bis zu 200 Pfund pro Kind

Das System soll nicht nur sparen helfen, sondern auch den Blick auf Secondhand-Kleidung verändern

Die Initiative setzt auch auf Nachhaltigkeit, indem sie verhindert, dass tragbare Kleidung im Müll landet. An der Ysgol Treganna in Cardiff werden am Ende des Schuljahres nicht abgeholte Fundstücke gesammelt und in das System aufgenommen; auch Jons Kinder helfen beim Sortieren mit.

Wie nutzen Eltern und Schulen das Netzwerk?

Die Kingsbury High School in London gehört ebenfalls zu den Schulen, die sich dem Netzwerk angeschlossen haben. An der Schule mit rund 2.000 Schülerinnen und Schülern helfe das System Familien nach Angaben der Beteiligten dabei, Unterstützung bei Kleidung diskreter und unkomplizierter zu suchen.

Eltern können im System die benötigten Größen und Artikel angeben; Familien, die passende Kleidungsstücke haben, stimmen die Übergabe untereinander ab. Ziel ist es, Secondhand-Schulkleidung zu einer normalen Wahl zu machen und damit sowohl die Haushaltsbudgets als auch die Kultur der Wiederverwendung zu stärken.

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